Kay ist tatsächlich Lehrer. Deshalb brauchen wir ihn und er uns. Er kann sich hier abreagieren und darf endlich sagen, was im Unterricht leider tabu ist. Wir können uns drauf verlassen, dass alle kabarettistischen Inhalte auch didaktisch und pädagogisch professionell von der Bühne in den Zuschauerraum gelangen. Damit das Programm sicher nicht diskret abläuft.

 

 

über Kay...

Pahli: Als Jesus? Wer kann dazu schon nein sagen?

Usch: Ohne Kay hätte es Chillp out niemals gegeben. Wenn er mit fahrigen Gesten und gehetztem Blick von dem Streß in der Schule erzählte, waren wir hinterher alle so fertig, daß uns dieses Motto ungemein aktuell erschien. Aber seine unvergeßlichen Rollen sind erstaunlicherweise nie sehr textlastig gewesen: Seine Mimik und ein anständiger Fummel machten eigentlich jeden Text überflüssig.

Andreas: Wenn die Probe mal wieder länger dauert... kann ich mit ihm wenigstens mal über ein Matheproblem fachsimpeln. Und mein größter Wunsch: Einmal mit Kay das Stück spielen: "Wir sind vier Randgruppen!"

Erik: Kays Fresse ist die halbe Miete – diese Meinung habe ich schon immer vertreten und sie ist heute im Zeitalter der Massenvisualisierung mehr denn je gültig. Wie sonst könnte ein Mathelehrer heutzutage überleben? Auf der Bühne geht’s jedenfalls nur so. Ansonsten singt, tanzt und spielt er sich – oft im Tempo ein bisschen zu schnell – in die Herzen der Zuschauer, verkörpert gefeiert-glaubwürdig hässliche Wessies und dumpfe Familienväter. Was war noch gleich die halbe Miete?